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Engagiert im kommunalen Präventionsgremien

Überall in Rheinland-Pfalz gibt es kommunale Präventionsgremien. Sie gehen vor Ort Problemen auf den Grund und erarbeiten Lösungen innerhalb der kommunalen Gemeinschaft. Lärm, Müll, Gewalt im Wohnviertel, Verkehrsprobleme vor der Schule oder pöbelnde Personen im Park - all diesen und noch vielen anderen Herausforderungen widmen sich die Präventionsgremien.

Neben der Polizei, der kommunalen Verwaltung, Vertreterinnen und Vertreter von Schulen und weiteren - für das soziale und sichere Zusammenleben wichtigen - Akteurinnen und Akteuren sind Bürgerinnen und Bürger ein Gewinn für jedes dieser Gremien. Sie sind Expertinnen und Experten für ihre Gemeinden und Viertel, kennen die örtlichen Probleme, wissen aber auch, auf wen und was Verlass ist. Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern können rheinland-pfälzischen Städte und Gemeinden noch lebens- und liebenswerter werden. Kommunale Kriminalprävention kann nur als das Wirken Vieler erfolgreich sein, deshalb: MITMACHEN! 

 

Tafel mit Zetteln und Ideen zum Thema kommunale Präventionsgremien. Stichworte sind Netzwerk, Kommune, Bürger, Sicherheit

Kriminalpräventiver Rat, Krimirat, Runder Tisch, Lenkungsgruppe Kriminalprävention, Bürgerinitiative „Bündnis für Sicherheit“. Die Namen der präventiven Gremien in den rheinland-pfälzischen Kommunen sind so vielfältig wie ihre Aufgaben. Bereits seit den 1990er Jahren wird in Deutschland die Auffassung vertreten, dass (Kriminal-)Prävention auch vor Ort in den Kommunen stattfinden muss, um wirklich wirksam zu sein. Seither kam es in ganz Rheinland-Pfalz zur Gründung kriminalpräventiver Gremien auf kommunaler Ebene.

 

 

Entscheidend für die Einrichtung vieler kommunaler Gremien war die Erkenntniss, dass die Aufgaben und Ziele der Kriminalprävention jede Bürgerin und jeden Bürger betreffen. Neben der Erhöhung der tatsächlichen Sicherheit, soll auch das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung gestärkt werden. Das heißt, man muss nicht selbst von Gewalt oder Kriminalität bedroht sein, um von der Arbeit der Krimiräte zu profitieren. Kommunale Kriminalprävention umfasst Themen wie Alkoholmissbrauch auf öffentlichen Plätzen, die Sicherheit im Straßen- und öffentlichen Nahverkehr, Vandalismus und Vermüllung, Lärm und sogenannte „Angsträume“ und setzt somit Schwerpunkte, die fest im alltäglichen Leben und Erleben einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers verankert sind.

Prävention in Aktion

In Rheinland-Pfalz gibt es gelungene Präventionsmaßnahmen auf kommunaler Ebene, die zeigen, dass in den meisten Fällen nicht einmal viel Geld eingesetzt werden muss, um positive Ergebnisse zu erzielen. Viele Probleme lassen sich mithilfe von Engagement und kreativen Ideen überwinden. So löste eine Stadt im nördlichen RLP einen Konflikt mit Jugendlichen, die den örtlichen Park zum Grillen besetzten und Müll hinterließen, mit der Gestaltung einer Grillecke samt geeigneter Entsorgungsmöglichkeiten. Eine andere Ortschaft machte sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter, die in Schulnähe eine stark befahrene Kreuzung überqueren mussten. Die Lösung: Die Grünzeiten der Ampel wurden für Fußgänger verlängert, sodass die Kinder die Straße gefahrlos und mit genügend Zeit passieren konnten.

Verhütung von Straftaten

Die kriminalpräventiven Gremien reagieren jedoch nicht immer nur auf bestehende Probleme und Konflikte. Denn die Hauptarbeit liegt darin, genau diese Probleme und Konflikte zu verhindern. Im Rahmen dessen werden beispielsweise Stadtspaziergänge getätigt, bei der die Ortschaft auf mögliche Sicherheitsrisiken hin untersucht wird. Oftmals kann etwa Angsträumen schon mit simplen Maßnahmen begegnet werden: Die Verstärkung der Beleuchtung oder das Zuschneiden von Hecken zum Schaffen neuer Sichtachsen macht den Raum einsehbar und verhindert so die potenzielle Nutzung dieser Orte für beispielsweise Vandalismus oder Alkoholmissbrauch Minderjähriger. Zudem wird so das Sicherheitsgefühl der Menschen vor Ort erhöht.

Mit ihrem Engagement haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Dinge zu verändern, an denen sie sich schon lange gestört haben und den Alltag in ihrer Kommune sicherer zu machen. Sie können Einfluss auf ihre Umwelt nehmen und positive Änderungen nicht nur in ihrem, sondern im Leben ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Kommune bewirken.

Das Gremium profitiert dabei von unterschiedlichen Perspektiven, Ideen und Fähigkeiten. Möglicherweise kann die individuelle Sicht auf Probleme hinweisen, die den Mitgliedern des Rates bisher noch nicht bekannt waren oder Erfahrungen für die Lösung eines Problems eingebracht werde, welches bisher als unlösbar galt.

Ist eine dauerhafte Bindung notwendig?

Jede und jeder kann so viel Zeit einbringen, wie sie oder er aufbringen kann. Ein Engagement ist daher langfristig oder projektbezogen möglich.

Es ist jedoch sinnvoll, sich im Vorhinein zu überlegen, wieviel Zeit und Einsatz eingebracht werden kann, damit möglichst keine Projekte oder Aufgaben abgebrochen werden müssen.

 

Es sind keine speziellen Vorkenntnisse oder Fähigkeiten nötig. Alle Bürgerinnen und Bürger verfügen über Wissen oder Fähigkeiten, die wichtig für die kriminalpräventive Arbeit sind. Sie bringen ihre Perspektiven, Eindrücke und Erfahrungen zum Leben in der Stadt oder Gemeinde mit. Denn oftmals reicht schon ein anderer Blickwinkel, um Veränderungen zu bewirken und Erfolge zu erzielen.

Die Mitarbeit ist daher für alle Interessierten offen: Kriminalprävention ist ein Thema, das jede Bürgerin und jeden Bürger berührt. Um Erfolge zu erzielen und Veränderungen zu bewirken, braucht es häufig nicht mehr als Beteiligung und gute Ideen. Die kommunale Kriminalprävention kann nur durch das Engagement Vieler erfolgreich sein.  

Die meisten Sitzungen sind öffentlich und die Sitzungstermine werden auch in amtlichen Mitteilungsblättern oder auf den Internetseiten der Gemeinden veröffentlicht. In diesen Fällen kann jede und jeder einfach so, ohne Einladung, an den Sitzungen teilnehmen.

Bei Interesse an einer Teilhabe bei einem kriminalpräventiven Gremium, nehmen Sie Kontakt zur Leitstelle Kriminalprävention auf. Die Leitstelle vermittelt gerne den entsprechenden Kontakt.

Die Prävention lebt auch von einer Altersdurchmischung. Durch Personen in unterschiedlichen Altersgruppen können verschiedene Perspektiven gewonnen werden: Unterschiedliche Altersgruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse in einer Gemeinde und nehmen zudem Herausforderungen verschieden wahr. 

Jede und jeder kann sich sehr gerne in die kommunale Präventionsarbeit einbringen. Die Kommunen in Rheinland-Pfalz sind vielfältig und genau diese Diversität sollen auch die kriminalpräventiven Gremien abbilden.

Wo ist was?

Rheinland-Pfalz Karte mit Pins

Die interaktive Karte Prävention veranschaulicht verschiedene Angebote zum Thema Prävention in Rheinland-Pfalz.

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